am 31.05. ist schluss mit „lustig“. sieben monate therapie gehen zu ende und ich bin erleichtert und unruhig. erleichtert, weil ich therapiemüde bin. „blitzlicht“, „suchtspezifische“ gruppengespräche, anmelden und abmelden und und und. das gefühl „eingesperrt“ zu sein, ertrage ich nicht mehr. und trotzdem bin ich unruhig, bei dem gedanken, mich in kürze wieder in der freien welt zu befinden.
nun gehe mal mit diesem widerspruch um! mein therapeut gibt mir im letzten gespräch nochmal wichtige details mit:
- struktur beibehalten, um gefahr der leere zu reduzieren
- einsamkeit aushalten, wenn sie in der struktur auch vorgesehen ist
- gefühle von sich aus ausdrücken und nicht nur reagieren und dabei befindlichkeiten nicht verstecken und sensibel auf die gefühleswelt des gesprächspartners eingehen (sagt sich wirklich leicht)
- fassade abbauen, eingangstüren für eine möglichst breite masse bereitstellen
- sich kleine ziele setzen und sich über kleine erfolge auch freuen
ich werde die punkte verinnerlichen. das wird mir nicht immer leicht fallen, da bin ich mir jetzt schon sicher, denn über ein detail meiner zukunft bin ich mir heute schon relativ sicher:
mein umfeld wird sich nicht geändert haben (warum auch…), aber ich möchte mich „anders“ bewegen und auf veränderungen reagiert der mensch nicht immer gleich.
bewegung und unruhe, gut für kreatives schaffen!