am 31.05. ist schluss mit „lustig“. sieben monate therapie gehen zu ende und ich bin erleichtert und unruhig. erleichtert, weil ich therapiemüde bin. „blitzlicht“, „suchtspezifische“ gruppengespräche, anmelden und abmelden und und und. das gefühl „eingesperrt“ zu sein, ertrage ich nicht mehr. und trotzdem bin ich unruhig, bei dem gedanken, mich in kürze wieder in der freien welt zu befinden.
nun gehe mal mit diesem widerspruch um! mein therapeut gibt mir im letzten gespräch nochmal wichtige details mit:
- struktur beibehalten, um gefahr der leere zu reduzieren
- einsamkeit aushalten, wenn sie in der struktur auch vorgesehen ist
- gefühle von sich aus ausdrücken und nicht nur reagieren und dabei befindlichkeiten nicht verstecken und sensibel auf die gefühleswelt des gesprächspartners eingehen (sagt sich wirklich leicht)
- fassade abbauen, eingangstüren für eine möglichst breite masse bereitstellen
- sich kleine ziele setzen und sich über kleine erfolge auch freuen
ich werde die punkte verinnerlichen. das wird mir nicht immer leicht fallen, da bin ich mir jetzt schon sicher, denn über ein detail meiner zukunft bin ich mir heute schon relativ sicher:
mein umfeld wird sich nicht geändert haben (warum auch…), aber ich möchte mich „anders“ bewegen und auf veränderungen reagiert der mensch nicht immer gleich.
bewegung und unruhe, gut für kreatives schaffen!
hi rene oder rené? was für eine therapie machst du denn? und was zur hölle ist eine struktur? dass man einsamkeit aushalten lernen muss, kenne ich. und das andere auch. aber eine struktur?
hi maria antonia (toller name),
ich beende meine spielsuchttherapie.
struktur heisst, den tag in eine gewisse form pressen. nicht überladen, aber auch nicht komplett „leer“ lassen.
bzgl. einsamkeit bedeutet das, freie zeit „genehmigen“ und somit keine ziele setzen.
das klingt alles sehr „gesetzt“ und eingeengt, das gegenteil soll aber erreicht werden.
grüße rené (-:
tja, ich bin nicht sehr gross, dafür habe ich zwei vornamen, das gleicht es aus
ok, das hast du gemeint mit struktur. ich habe ein paar jahre jemanden begleitet, der auch süchtig war. und weiss, dass man feste einheiten haben muss im tag oder im umfeld, damit man wieder „frei“ von der sucht sein kann.
also, alles gute für deine neu erreichte freiheit, ich drücke dir die daumen!